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Artikel Tagged ‘Gesundheit’

Das rasseuntypische Abscheren bei Rassen mit Unterwolle

Gerade in der Sommerzeit melden sich viele Kunden mit dem Wunsch, Ihren Schäferhund, Husky, Spitz, Retriever u ä. von ihrem schönem natürlichen Fell zu befreien.

Entscheidet sich der Kunde nachdrücklich für das Scheren, muss er informiert sein, was seine Entscheidung nach sich ziehen kann.

Es reicht nicht aus, zur Schermaschine und / oder zum Trimmmesser zu greifen. Man muss wissen was wann und wie zur Anwendung kommt und was die FOLGEN sein können. Z. B.: wird ein Trimmfell geschoren, anstatt getrimmt, verändert es die Farbe (verblasst) und Beschaffenheit, es wird dünner, weicher und wellt sich. Oder: wird in Unterwolle reingeschoren, wird diese entweder immer dichter (was sehr unangenehm ist) oder wächst gar nicht mehr. Beide Ergebnisse sind nicht mehr normal und unerwünscht.

Im Fall eines Schäferhundes, Husky, Spitz, Retriever u ä. kommt die Schermaschine höchstens an der Unterseite der Pfoten und im Genitalbereich zum Einsatz. Ansonsten wird die Unterwolle so gut als möglich mit einem Trimmstriegel o. Spezialbürste ausgekämmt. Die natürlichen Konturen werden mit der Hundefriseurschere, und / oder der Effilierschere herausgearbeitet.

Der Hund soll nach dem Friseurbesuch gepflegt und natürlich aussehen.

Die einzige Ausnahme ist eine krankhafte Haut. Nur dann, wenn der Tierarzt die Haut freigeschoren haben will, kann man eine Schur verantworten, wobei die Folgen gleich bleiben, jedoch im Hinblick auf die Gesundheit billigend in Kauf genommen werden.

Jeder Kunde hat seinen ureigenen Grund, warum er eine totale Rasur wünscht. Das vielgenannte “Schwitzen” gibt es beim Hund nicht so wie beim Menschen. Hier empfehle ich als ausreichend o. g. natürliche Fellbearbeitung alle 2 – 3 Monate, je nach Bedarf. Manche Kunden glauben, eine Schur sei anhaltender und preiswerter als eine normale Pflege. Jedoch kann genau diese Entscheidung teurer als gedacht kommen, nämlich dann, wenn das Fell durch bereits mehrfaches Scheren verdorben ist und ein Durchkommen mit dem Scherkopf zur Qual für Friseuse und für den Hund wird. Sollte das Argument “er haart so” sein, muss ich Sie enttäuschen, da bringt das Scheren keine Abhilfe. Der haarende Hund (alles außer Pudelfell) haart ob lang, ob kurz. Die kurzen Stoppelhaare können sogar noch lästiger werden, als die längeren Haare.

Mein Bestreben ist es, meine Kunden (Hunde) fachgerecht zu behandeln. Durch unzählige Seminare habe ich mir mein Wissen und Können erarbeitet, durch die Teilnahme an Meisterschaften erprobt und durch Erfahrung ergänzt. Ich arbeite nach dem FCI-Standard und setze mich für die Gesundheit der Tiere ein, die mir vertrauen und anvertraut werden. Deshalb werde ich alle Herrchen und Frauchen wie vorstehend beraten und Totalrasuren, an Hunderassen für die eine Rasur rasseuntypisch ist, ablehnen und nicht ausführen.

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Kastration oder Sterilisation. Ja / Nein – warum?

6. November 2006 Keine Kommentare

Immer wieder mal werde ich von meinen Kunden daraufhin angesprochen. Ich selbst wurde in der Vergangenheit mit diesen Fragen konfrontiert und habe einige Tierärzte nach Ihren Meinungen gefragt. Jedoch musste ich am Schluss nach meiner eignen Überzeugung handeln. Dazu fachliche Informationen im Internet zu finden, ist nicht leicht. Polemisch angehauchte Abhandlungen verwirren Betroffene mehr, als sie ihnen helfen die richtige Entscheidung zu finden. Als mich jetzt wieder eine Kundin, Frau Sch., darauf ansprach, entschloss ich mich, meine eigenen Recherchen an dieser Stelle zu veröffentlichen. Ausdrücklich weise ich dabei daraufhin, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt.

Eigentliche Gründe zu einer solchen Überlegung ist meist beim “Durchschnitts-Hundehalter”:

  • Mein Rüde ist sehr dominant, streunt, nervt durch starke Harnmarkierung und Bespringen.
  • Meine Hündin ist nach jeder Läufigkeit scheinträchtig, ich habe Angst vor Mammotumoren, die Läufigkeit ist sehr unregelmäßig.

Zuerst muss man wissen:
Kastration ist operative Entfernung von Hoden und Eierstöcke.
Sterilisation ist das Unterbinden der Ausführungsgänge der Geschlechtsdrüsen. Bei Hündinnen wird in diesem Fall die Gebärmutter nicht entfernt, sie wird weiterhin Rüden “anlocken” mit allen Folgen – nur trächtig kann sie nicht mehr werden.

Die zwangsläufig nächste Frage wird sein: wann lassen wir das Eine oder Andere vornehmen?

Erfolgt der Eingriff vor der Geschlechtsreife, werden sekundäre Geschlechtsmerkmale ausbleiben. Auch das Wesen des Hundes bleibt teils auf kindlicher Stufe stehen, sie sind sexuell völlig neutral, Libido und Potenz fehlen. Der Hund, egal welchen Geschlechts, wird seiner weiteren psychischen und physischen Entwicklung beraubt. Die Folge ist, dass der Welpe über die Welpenphase geistig nicht hinauskommt.

Alle unsere Entscheidungen bleiben nicht ohne Folgen, so auch hier:
Eine zu frühe Kastration kann zum verspäteten Verschluss der Wachstumsfugen der Röhrenknochen führen. Beim erwachsenen Tier mit zu hohem Körpergewicht folgt daraus vermehrt auftretend Arthrosen.

Auch bei der Empfehlung die Kastration erst etwa nach 1 Jahr bzw. 1,5 Jahren bei Hündinnen, durchzuführen, erwarten uns evtl. weitere Nebenwirkungen, wie Inkontinenz (Harnträufeln) und Neigung zu erhöhtem Hungergefühl, also Gewichtszunahme, Zunahme an Unterwolle oder Deckhaar. Veränderung der Haarqualität.

Die Auswirkungen einer Kastration ist nicht vorausrechenbar. Bei einem sexuell triebstarken Rüdeverhalten muss nicht zwangsläufig eine Milderung eintreten, dagegen kann bei dem schon vorher “ruhigen” Rüden evtl. ein deutlich reduziertes Verhalten festgestellt werden. Es kommt immer auf das Alter des Rüden an, wie er sich verändert. Es ist anzunehmen, je jünger, desto stärker. Wollte man dadurch Dominanz-Aggressivität schwächen, nimmt diese nur mehr oder weniger ab! Wachsamkeit und Schutztrieb bleiben jedoch erhalten, so auch psychische Störungen wie z. B. Angstbeissen! Nicht das ganze Verhalten ist von Hormonsteuerung abhängig.

Eine meiner eigenen Hündinnen starb verfrüht, trotz der Kastration, an einem Herzstillstand! Sie litt an Harnträufeln, aufgrund der Kastration. So ist zu erkennen: eine Kastration kann nicht alle Probleme und Ängste beseitigen.

Bei der gleichzeitigen Haltung von Rüden und Hündinnen, ziehe ich die Kastration des Rüden vor.

Ich hoffe, dass ich durch die Zusammenstellung meiner persönlichen Erfahrung auf diesem Gebiet, meinen Kunden eine kleine Entscheidungshilfe geben kann.

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Von Zeckenbisse, Zeckenschutz und das Entfernen dieser Blutsauger

Wir Hundebesitzer haben mal alle mehr oder weniger mit diesen SPINNENTIERCHEN zu tun. Auch wissen wir mehr oder weniger über sie Bescheid. Zum Beispiel, dass wir in Deutschland 2 Zeckenarten haben, durch deren Stiche 2 gefährliche Krankheiten ausgelöst werden können.

Die durch Bakterien ausgelöste Borreliose, bekannt schon seit 100 Jahren. Sie ruft viele Beschwerden hervor, was die klinische Diagnose sehr erschwert. Charakteristisch ist die ringförmige Hautrötung, welche aber nicht unbedingt auftreten muss. Es werden auch Fieber- und Kopfschmerzen, sowie Abgeschlagenheit beobachtet. Im nächsten Stadium können Hirnhautentzündung oder starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen auftreten. Behandelt wird Borreliose mit Antibiotikum. Im Frühstadium in Tablettenform. Bei später auftretenden und chronischen Symptomen können Antibiotikagaben durch mehrwöchige Infusionen notwendig sein. Eine prophylaktische Antibiotikagabe wird derzeit jedoch nicht empfohlen! Diese Krankheit kann sowohl für Menschen als auch für Tiere schwerwiegende Folgen haben.

Gefährliche Viren bringen die FSME – Frühsommer-Meningoenphalitis. Typisch durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Sie beginnt mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, wie eine Sommergrippe. In der leichten Form folgt – begleitet mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit – eine Hirnhautentzündung. Im schwersten Fall sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn betroffen. Es kommt zu Bewusstseins-, Sprach u. Schluckstörungen und Lähmungserscheinungen. Das Rückenmark und Nervenwurzeln können durch das Virus geschädigt werden. Eine festgelegte Therapie gibt es nicht. Ist sie ausgebrochen, können die Symptome nur gelindert werden. Impfstoffe für Hunde gibt es derzeit nicht, die erhältliche Impfstoffe sind ausschließlich für Menschen zugelassen.

Ein sicherer Schutz vor Zecken gibt es nicht, deshalb kann man nur versuchen sie zu verhindern durch: Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen. Die Socken möglichst über die Hosenbeine ziehen. Helle Kleidung bevorzugen. Hohes Gras oder Unterholz meiden. Nach dem Spaziergang im Zeckengebiet, gezielt unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf gründlich nach Zecken untersuchen.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über einen bestmöglichen Zeckenschutz für Ihren Hund oder Ihrer Katze. Empfehlenswert sind Tinkturen, welche monatlich aufgebracht werden und Sprays, welche – kurz vor dem Spaziergang aufgebracht – zusätzlich Zecken abwehren.

Auf jeden Fall gilt es, die Zecken so schnell und so schonend als möglich, zu entfernen. Die “Geheimtipps” wie: Abbrennen oder Öl auftröpfeln vergessen Sie am besten ganz schnell! Denn die Zecke kann durch diese Maßnahmen gereizt, ihr Sekret und evtl. Erreger in die Wunde abgeben! Deshalb sollte sie ganz vorsichtig mit einer Pinzette, dicht über der Haut gefasst, herausgezogen werden. Kontrollieren Sie bitte, ob sie die Zecke vollständig entfernen konnten.

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Tierallergie

10. Februar 2006 Keine Kommentare

Ca. 4 Mill. Bundesbürger leiden unter einer “Tierallergie”. Auslöser sind Eiweißmoleküle in den Hautschuppen (Hund), im Speichel (Katze) oder im Urin des Tieres.
Allergene verteilen sich in sehr kleinen Luftpartikel und gelangen so einfach auf die Schleimhäute und die Haut. Sie rufen Asthma, Schnupfen, Augenbindehautentzündungen und Nesselausschläge aus. Kurzhaarige Hunderassen (z. B. Dobermann, Boxer u. ä) sollen ein höheres Allergenpotential besitzen, als langhaarige. Pudeln sagt man zwar nach, sie würden keine Allergie auslösen, was aber bisher nicht wissenschaftlich bewiesen werden konnte.

Es kann in manchen Fällen bei Kindern (bei einer Überempfindlichkeit gegen Milcheiweiß oder einer Allergie gegen andere Nahrungsmittel) mit dem Älterwerden zu einer Besserung der Beschwerden kommen. Die Allergien können sogar manchmal ganz verschwinden. In der Regel bleiben sie jedoch meist ein Leben lang bestehen und die Beschwerden nehmen häufig eher mit dem Alter zu.

In jedem Fall sollte unter Aufsicht eines Arztes mit einer Therapie begonnen werden, damit nicht in der Folge Bronchien in Mitleidenschaft gezogen werden und es zu asthmatischen Beschwerden mit Luftnot und Atembeschwerden kommt. Eine Sensibilisierung gegen Hundehaare kann rassenspezifisch verlaufen. Zunächst muss aber gestestet werden, ob sie gegen den eigenen Hund vorliegt!

Bei einer bekannten Veranlagung, sollten erst gar keine Haustiere gehalten werden!
Sollte die Allergieursache nicht eindeutig geklärt sein, sollte versuchsweise das Tier aus dem Haushalt entfernt werden, um erst mal festzustellen, ob es zur aktuellen Symptomatik beiträgt.
Nach der Entfernung einer Katze konnte ein Verschwinden des Allergens in der Luft erst nach 20 Wochen festgestellt werden! Hundebesitzer, die gegen Hundehaare allergisch sind, versuchen häufig – manchmal auch mit Erfolg – das Fell Ihrer Hunde mit Öl einzureiben, um zu verhindern, dass trockene Hautschuppen eingeatmet werden.

Wer nicht gleich zu einem Medikament greifen muss oder möchte, kann die Lösung “PetalCleanse” aus dem Zoofachhandel, regelmäßig auf das Fell der Tiere auftragen. Es soll Allergene neutralisieren und sie damit unschädlich machen. Ein Versuch ist es wohl wert

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Wenn die Haut rebelliert

8. November 2004 Keine Kommentare

Betrifft insbesondere weißbehaarte Hunde z. B. Westi

Bei nässenden u. juckenden Entzündungen im Bereich der Pfotenunterseite, bei der ein Milbenbefall nicht erkennbar ist:

sprechen Sie den Arzt auf Malassezia an.

Weitere Hilfe erhalten Sie bei der Tierärztlichen Klinik Birkenfeld, Frau Dr. Stefanie Peters

Vielfach wird dann das Medikament verschrieben:

  • Nizoral Tabletten und
  • Malaseb Shampoo

Dieses Shampoo ist sehr empfehlenswert. Einwirkzeit 10 Min.
Dann sehen Sie meist schon einen kleinen Erfolg.

Alternatives Hausmittel:

Clorhexidin-digluconat 0,2 %-Lösung (Mundspülung) v. Engelhard
(muss meist in der Apotheke bestellt werden, ist das einzige weiße Präparat)

1:2 direkt mit Watte auf die befallenen Stellen auftragen.

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