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Von Zeckenbisse, Zeckenschutz und das Entfernen dieser Blutsauger

Wir Hundebesitzer haben mal alle mehr oder weniger mit diesen SPINNENTIERCHEN zu tun. Auch wissen wir mehr oder weniger über sie Bescheid. Zum Beispiel, dass wir in Deutschland 2 Zeckenarten haben, durch deren Stiche 2 gefährliche Krankheiten ausgelöst werden können.

Die durch Bakterien ausgelöste Borreliose, bekannt schon seit 100 Jahren. Sie ruft viele Beschwerden hervor, was die klinische Diagnose sehr erschwert. Charakteristisch ist die ringförmige Hautrötung, welche aber nicht unbedingt auftreten muss. Es werden auch Fieber- und Kopfschmerzen, sowie Abgeschlagenheit beobachtet. Im nächsten Stadium können Hirnhautentzündung oder starke Schmerzen bis hin zu Herzproblemen auftreten. Behandelt wird Borreliose mit Antibiotikum. Im Frühstadium in Tablettenform. Bei später auftretenden und chronischen Symptomen können Antibiotikagaben durch mehrwöchige Infusionen notwendig sein. Eine prophylaktische Antibiotikagabe wird derzeit jedoch nicht empfohlen! Diese Krankheit kann sowohl für Menschen als auch für Tiere schwerwiegende Folgen haben.

Gefährliche Viren bringen die FSME – Frühsommer-Meningoenphalitis. Typisch durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Sie beginnt mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, wie eine Sommergrippe. In der leichten Form folgt – begleitet mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit – eine Hirnhautentzündung. Im schwersten Fall sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn betroffen. Es kommt zu Bewusstseins-, Sprach u. Schluckstörungen und Lähmungserscheinungen. Das Rückenmark und Nervenwurzeln können durch das Virus geschädigt werden. Eine festgelegte Therapie gibt es nicht. Ist sie ausgebrochen, können die Symptome nur gelindert werden. Impfstoffe für Hunde gibt es derzeit nicht, die erhältliche Impfstoffe sind ausschließlich für Menschen zugelassen.

Ein sicherer Schutz vor Zecken gibt es nicht, deshalb kann man nur versuchen sie zu verhindern durch: Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen. Die Socken möglichst über die Hosenbeine ziehen. Helle Kleidung bevorzugen. Hohes Gras oder Unterholz meiden. Nach dem Spaziergang im Zeckengebiet, gezielt unter den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, auf dem Kopf gründlich nach Zecken untersuchen.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über einen bestmöglichen Zeckenschutz für Ihren Hund oder Ihrer Katze. Empfehlenswert sind Tinkturen, welche monatlich aufgebracht werden und Sprays, welche – kurz vor dem Spaziergang aufgebracht – zusätzlich Zecken abwehren.

Auf jeden Fall gilt es, die Zecken so schnell und so schonend als möglich, zu entfernen. Die “Geheimtipps” wie: Abbrennen oder Öl auftröpfeln vergessen Sie am besten ganz schnell! Denn die Zecke kann durch diese Maßnahmen gereizt, ihr Sekret und evtl. Erreger in die Wunde abgeben! Deshalb sollte sie ganz vorsichtig mit einer Pinzette, dicht über der Haut gefasst, herausgezogen werden. Kontrollieren Sie bitte, ob sie die Zecke vollständig entfernen konnten.

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